Presseberichte aus dem Jahr 2008 (August - Dezember): [ zurück ]
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29.11.2008 von ck Betreute Grundschule jetzt auch in Schlutup Nach vielen Anläufen hat es endlich geklappt. Die Schlutuper Grundschule hat jetzt auch einen betreuten Zweig. Von 7.30 bis 8.30 Uhr und von 12.30 bis 16 Uhr passen zwei junge Erzieherinnen auf 30 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren auf. In den Ferien wird durchgehend betreut. Natürlich gibt es auch ein warmes Mittagessen. Dafür wurde extra eine neue Einbauküche angeschafft. Das Projekt wurde durch die Possehlstiftung und die Gemeinnützige Sparkassenstiftung mit 11 000 Euro gesponsert. „Es ist nur einer der zahlreichen Vorteile, dass wir keine Miete zahlen müssen", so Ellen Steinhauer, Vorsitzende der Fördergemeinschaft der Schlutuper Grundschule. „Ein ähnliches Vorhaben ist wegen der Miete pleite gegangen" Doch im nächsten Jahr steht schon das nächste Projekt an. Denn auf dem Schulgelände steht ein Kunstwerk aus Beton, welches jetzt abgerissen werden soll. Von den Kindern darf es nicht betreten werden. „In den 70er Jahren war das Kunst", erinnert sich Steinhauer. Doch nun soll dieser Kunstanbau abgerissen werden. Stattdessen soll ein Spielplatz aus Holz oder ähnlichem Material entstehen. Zur Vorstellung der Betreuten Einrichtung hatten die Kinder extra ein Lied einstudiert. Und das haben sie den Sponsoren und Eltern auch sehr begeistert vorgesungen.
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4.11.2008 von Rüdiger JacobHerbstmarkt mit Wichteln
1500 Euro
für die Willy-Brandt-Schule
erbrachte der Schlutuper Traditionsbasar.
Verkauft wurden Kunstvolles und Leckeres. Und natürlich kamen die Menschen auch, um zu kaufen. Anja Schmidt (39) war mit Sohnemann Malte (3) auf dem Markt. Das ist immer eine gute Gelegenheit, um mich auf die Adventszeit einzustimmen." Das taten übrigens auch der Schirmherr, SPD-Kreisvorsitzender Peter Thieß, die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm und das Ehepaar Schopenhauer - die Stadtpräsidentin mit ihrem Gatten, dem Leiter der Willy-Brandt-Schule. Doch so rein zufällig waren die Zwei natürlich nicht da. Der Erlös des Herbstmarktes, nach Schätzungen von Organisator Harald Quirder etwa 1500 Euro, kommt nämlich der WillyBrandt-Schule zugute. Es gab Puppenkleider, Teddys, Halstücher, in stattlicher Zahl vertreten waren die guten alten Topflappen. Kerzen, Acrylkunst und immer wieder Schickes mit Servietten-Technik. Wandschmuck, Figuren aus Ton, Filz, Floristik, Deko, Leuchter, Mobiles, Ketten, Trockenblumen, Dreieckstücher, Cremes, Liköre, Kaffee, Torte, Kuchen, Deftiges vom Grill, und, und, und... Beeindruckend: die Darbietungen der Spaßaerobicgruppe „Wild Cats", Einblicke in Turnstunden des TSV Schlutup, die Auftritte der Bands der Willy- Brandt-Schule, die Kung Fu-Kids der Academy Schlutup und dem Show-Team der gleichnamigen Künstler. Originell: Bei der Herbstmarkt-Tombola wurde nach pfiffigen Ideen für die Umgestaltung des Schlutuper Marktplatzes gefragt. |
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18.9.2008 von jvz
Schlutup: Von der
Fischfabrik „Anker" in Schlutup steht nur noch ein Gebäude - der Rest
ist vom Erdboden verschwunden. Ein großer Kran ragt empor auf dem 10 000
Quadratmeter großen Gelände. Dort wächst das Wohnprojekt „Hintern Höfen"
-mit 56 Wohnungen.
Grundsteinlegung ist angesagt - und selten ist solch ein Ereignis so fröhlich und emotional wie dieses. In die Erde wird eine bronzefarbene Kapsel einbetoniert, in der die künftigen Bewohner Gedichte, Lieder und Historisches über den Ort deponiert haben. „Ich bin stolz darauf, dass es dieses Wohnprojekt in Lübeck gibt", gratuliert Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU). Denn das Wohnprojekt ist einzigartig in dieser Form in Schleswig-Holstein. „Gemeinsam statt einsam" ist das Motto und steht für generationsübergreifendes Wohnen. Außerdem können sich auch Menschen mit einem kleinen Portemonnaie an dem Genossenschafts-projekt beteiligen, denn es gibt 17 Unterkünfte auf dem Areal, die mit Wohnberechtigungsschein bezogen werden können, zudem sind elf Wohnungen behindertengerecht gebaut. Elf Wohnungen sind noch zu haben, der Rest ist bereits belegt: 50 Erwachsene und 19 Kinder sind mit von der Partie. Ebenfalls dabei: der ehemalige Eigentümer des Fisch-Fabrik-Geländes, Fritz Steffen, der sich auch eine Wohnung reserviert hat. „Das ist der Beginn einer neuen Blüte", freut er sich über das Projekt. Zum Sommer 2009 soll alles fertig sein. |
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24.8.2008 von sep
Horst Schwanke auf den Spuren
Horst P. Schwanke ist Schlutuper durch und
durch. Diese Leidenschaft treibt ihn immer wieder an, noch mehr über
diesen Stadtteil zu erfahren und zu berichten. Nach den Büchern über
Wind- und Wassermühlen („Wind und Wasser, Graupen und Grütze"), alte
Fischerhäuser („Das Haus der Fischer") sowie Kirchen und Kapellen unter
dem Titel „Lasst doch die Kirche im Dorf " hat Schwanke jetzt sein
viertes Buch veröffentlicht. „Von Asmus Witte zu Willi Brandt" heißt das
116 Seite starke Buch und beschreibt die Geschichte der Schulen in
Schlutup.
„Eine Thematik, die, mir eigentlich so gar nicht liegt", sagt Schwanke. „Zu Mühlen, Häusern und Kirchen habe ich besondere Beziehungen, aber Schule?" Seine Ehefrau Traute habe ihm das Thema vorgeschlagen und „eingebrockt". Zwischenzeitlich hatte Schwanke die Themenwahl sogar bereut. „Es gab so viele widersprüchliche Angaben und Jahreszahlen", erklärt Schwanke. Doch er hat sich durch die Archive gewühlt und viel Unterstützung durch die Schulleiter Georg Schopenhauer (Willi-Brandt-Schule), Hans Günther Görtz (Grundschule) und dem ehemaligen Leiter der Realschule Schlutup, Rüdiger Taukel, erfahren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In dem handgebundenen Büchlein mit vielen Fotos aus der alten und auch neuen Zeit wird unter anderem der Pionier der Schlutuper Schulen gewürdigt: Asmus Witte, der als Küster von St. Andreas im Jahr 1604 eine Schule gründete und lange Jahre das Amt des Schulmeisters bekleidete. Seine Nachfolger waren nicht immer dieses Amtes würdig. So heißt ein Kapitel auch „Skandal im Schulhaus". Das Buch kostet zwölf Euro und ist ab sofort in den Buchhandlungen Weiland und Arno Adler (Hüxstraße) sowie in den Schlutuper Geschäften Schreibwaren Strehl, Zigarren Steffen sowie in der dortigen Deutschen Bank Filiale erhältlich. |
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Panne bei der Planung: Die Fertigstellung der Schlutuper Umgehungsstraße verzögert sich vermutlich erheblich. Im Oktober sollte bereits der Verkehr rollen, jetzt wird die Straße möglicherweise erst 2010 freigegeben. Seit anderhalb Jahren ruhen die Bauarbeiten. Grund: Ein Fehler im Planfeststellungsverfahren, der ein „Planfeststellungsergänzungsverfahren" zur Folge hat. Und über dieses ist noch nicht entschieden worden. Wann die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden, steht nicht fest. Schlutup: Ortsumgehung liegt auf Eis In diesem Herbst sollte
der Verkehr rollen. Geschwindigkeit ist keine Hexerei; davon können die Schlutuper ein Lied singen. 15 Jahre dauerte es, bis der zweite Bauabschnitt der Ortsumgehung am 3. November 2006 gestartet wurde. Der damalige Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) unterstrich beim ersten Spatenstich die Notwendigkeit der Ortsumgehung trotz des Baus der A 20. 2010, so seine Prognose damals, würden 15 000 Autos über die Ortsumgehung fahren - vorausgesetzt, die Straße ist dann fertig. Denn Fehler im Planfeststellungsverfahren haben die Bauarbeiten zum Erliegen gebracht. Der frühere Wesloer Förster Manfred Vesper, der das Projekt seit Jahren verfolgt und unterstützt („wir müssen uns auf die Verkehrsströme in den nächsten 30 Jahren einstellen"), rechnet nicht damit, dass der Straßenbau vor 2010 abgeschlossen wird. Damit verzögert sich für ihn auch die Erfüllung eines Traumes um zwei Jahre: die Schließung des Wesloer Weges, der das Lauerholz seit Jahrzehnten durchschneidet. Nach Fertigstellung der Ortsumgehung wird der Wesloer Weg dichtgemacht. Das Lauerholz kann dort wieder zu einem 1000 Hektar großen „Block" zusammenwachsen. Vesper betrachtet den derzeitigen Stillstand der Bauarbeiten gelassen. Das Straßenbauprojekt sei schließlich nicht gefährdet. Das bestätigt auch Gerhard Diedrichs, Chef des Lübecker Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr. Er spricht von einem „Fauxpas". Beim Planfeststellungsverfahren sei das Bahngleis im Industriegebiet, das wegen der Umgehungsstraße teilweise verlegt werden muss, der Deutschen Bahn AG zugeschrieben worden. Tatsächlich sei es aber ein Industriegleis, das sich in Privatbesitz befände. Folge: Es musste ein „Planfeststellungsergänzungsverfahren" eingeleitet werden. Und das hatte auch zusätzliche Artenschutzverfahren nach sich gezogen. Die neue Planfeststellung liegt nun zur Genehmigung in Kiel vor. Wann es grünes Licht für den Weiterbau der Straße gibt, kann Diedrichs nicht einschätzen. Klar sei nur, dass die Straße gebaut werde, „doch jetzt müssen wir erst einmal das Verfahren durchziehen". Eines ist sicher: Vor Oktober werden die Bauarbeiten nicht wieder aufgenommen. Denn im Industriepark des Investors Krumme & Neubaur müssen für die Trasse noch Bäume gefällt werden. Zwischen März und Oktober herrscht aber in allen Wäldern Fällverbot. Für den Bau der Ortsumgehung Schlutup hatte sich die Kieler Landesregierung nach eigenen Angaben massiv eingesetzt und die „vorzeitige Bereitstellung von Bundesmitteln durchsetzen können". Der derzeitige Durchgangsverkehr in Schlutup sei für die dort lebenden Menschen eine „gewaltige Lärm- und Abgasbelastung". Die Ortsumgehung Schlutup werde zu einer erheblichen Entlastung führen, ist sich das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium sicher. Vor allem die Tierwelt werde profitieren. Denn der Wesloer Weg, eine beliebte Rennstrecke mit dichtem Autoverkehr, ist für Fuchs und Hase eine Todesfalle .
Projekt für 6,4 Millionen
Der zweite Bauabschnitt der
Ortsumgehung Schlutup ist zwei Kilometer lang und kostet 6,4 Millionen
Euro. Die neue Straße wird die Mecklenburger Straße mit der Wesloer
Straße verbinden und den Wesloer Weg, der seit Jahrzehnten ein
Provisorium ist, ersetzen. Nach Fertigstellung des Straßenprojekts wird
der Wesloer Weg geschlossen. Der Planfeststellungsbeschluss für die
Umgehung, die seit dem Mauerfall diskutiert wurde, erfolgte am 15.
Dezember 2005. |
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